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Verfasst: Do 17 Mai 2007 13:10
von Moredread
Admin hat geschrieben:Nun, ich merke schon, dass wir aneinander vorbei reden. Nur um das nochmal klarzustellen: Es geht mir nicht darum, irgendwelche physikalischen Gegebenheiten in Frage zu stellen. Ich gehe durchaus davon aus, dass die Grundlagenphysik sich nicht irrt, aber woher kommen denn diese Grundlagen?

Es gibt eine Wissenschaft, die sich damit befasst: Wissenschaftshistorie... wenn Du wirklich wissen willst, wo Grundlagen herkommen, kannst Du mir eine PN schicken, dann gebe ich Dir mal ein paar Buchtipps (das würde hier irgendwie vom Thema wegführen ;) ).


Admin hat geschrieben:Nun gibt es hierbei eine ganze Reihe von Stolpersteinen:
- Die Beobachtung kann falsch gewesen oder falsch gedeutet worden sein.

Gerade die Gravitationsgesetze gehören zu den am besten gesicherten überhaupt. Man kann sie wunderbar überprüfen, insbesondere die Newtonschen Regeln. Ist auch millionenfach passiert.


Admin hat geschrieben:- Die Beobachtung, die als allgemein gültig angesehen wurde, ist gar nicht allgemein gültig. Da wir nur einen extrem kleinen Teil des Weltraums zur Beobachtung haben (zur direkten Beobachtung eigentlich nur unseren eigenen Planeten), können wir nicht mit Gewissheit sagen, dass unsere Beobachtungen allgemeine Gültigkeit besitzen. Dies lässt sich auch nicht dadurch verifizieren, dass die aus diesen Beobachtungen abgeleiteten Gesetze sich plausibel auf das gesamte Universum übertragen zu lassen scheinen.

Es würde ja schon reichen, wenn die Gesetze bis zum Mond gehen...
Zum anderen sind das nun tatsächlich nur Mutmaßungen. Wir wissen nur, das alle unsere Naturgesetze überall, wo wir bis jetzt nachgeschaut haben, gleich funktionieren. Um darüber zu mutmaßen, ob sie anderswo anders zusammenwirken, sollte man auch einen Ort vorweisen können, an dem das nicht der Fall ist, meinst Du nicht?


Admin hat geschrieben:- Die aus den Beobachtungen abgeleiteten Gesetze sind möglicherweise nicht die einzige mögliche Schlussfolgerung, die sich aus der Beobachtung ziehen lässt. In der Wissenschaft werden Theorien aufgestellt, die so lange Gültigkeit haben, bis jemand das Gegenteil beweist. Und ein seriöser Wissenschaftler kann nie ausschließen, dass es noch eine weitere Möglichkeit gibt.

Das kann man schon deshalb nicht, weil Theorien unbeweisbar sind - eines der Grundprinzipien der Erkenntnistheorie.
Nichtsdestotrotz erkennt man gewissen Regelmäßigkeiten, wenn neue Theorien alte ersetzen. Und das hat Gründe.
Denn um eine neue Theorie zu etablieren, muß man auch erklären können, warum die alte Theorie ebenfalls richtige Vorhersagen traf (sonst wäre sie ja als Theorie gar nicht akzeptiert worden). Ein schönes Beispiel dafür ist Einsteins Relativitätstheorie, die Newtons Gleichungen bezüglich der Gravitation ablöste.
Mit Newtons Formeln liessen sich die Bahnen der Planeten umeinander berechnen, selbst die Massen anderer Galaxien. Es gab ein paar minimale Abweichungen; die erklärte man dann mit unbekannten Einflussgrößen.
Einstein konnte diese Effekte später erklären. Planeten bewegen sich so schnell im Sonnensystem, das relativistische Effekte auftreten. Berechnete man die Planetenbahnen mit seinen Formeln, waren die Ergebnisse präziser. Auch warfen seine Formeln Newton nicht über den Haufen. Sie ergänzten ihn; er schuf einen Grenzfall.
Dasselbe gilt für irgendwelche neu entdeckten Gesetzmäßigkeiten - auch sie müssen irgendwie in das bereits existente hineinpassen. Unterschiedliche Naturgesetze an unterschiedlichen Orten so nahe beisammen wären schwer nachvollziehbar - schliesslich hinterlässt eine "falsche" Gravitationskonstante o.ä. sichtbare Spuren.


Admin hat geschrieben:Es geht mir nicht darum, dass uns irgendjemand mit falschen Auslegungen der physikalischen Gesetze täuschen möchte, es geht mir viel mehr darum, dass die allgemein akzeptierten physikalischen Gesetze selbst falsch sein könnten.

Gut, aber all das ändert nichts an meinen Worten und macht meine Variante immer noch wesentlich wahrscheinlicher als Deine. Staub im Vakuum fliegt immer noch Parabeln. Und der Staub auf den Mondlandevideos fliegt immer noch Parabeln, wie sie unter Mondgravitation zu erwarten wären. Das ist auf der Erde nicht zu fälschen. Auf dem Mond wäre es normal. Was ist die einfachst mögliche Schlussfolgerung daraus?


Admin hat geschrieben:Wir wissen noch nicht mal genau, was auf dem Meeresgrund vor sich geht, maßen uns aber an, die Gesetzmäßigkeiten des Universums verstehen zu können? Wir können mutmaßen. Doch von wissen kann keine Rede sein.

Natürlich nicht - Theorien sind nur modellhafte Darstellungen von Teilen unserer Realität, mehr nicht. Dennoch, was kurz vor unserer Haustür ist, wissen wir sehr gut.


Admin hat geschrieben:Was das Marsvideo angeht: Schön, dass du da eine Erklärung für gefunden hast. Nun hätte ich mir die Sendung ja gerne angesehen, aber die Videos unter deinem Link sind leider nicht mehr vorhanden und auf einer anderen Seite war die Ladezeit so lang, dass ich mir leider auch keinen Einblick verschaffen konnte.

Der Beitrag bei Wikipedia war sehr aufschlussreich. Allerdings kann er die Frage, ob die Aufnahmen nun echt oder unecht waren, auch nicht mit letzter Sicherheit beantworten. Du siehst, ich lege mich ungern auf eine Möglichkeit fest :)

Öhm, es ist eine Fernsehserie... ;) Da lege ich mich sehr schnell fest...

Ich hatte übrigens keine Probleme mit dem runterladen. Probier mal den Link:

Klick mich mit der rechten Maustaste

Da sollte Deine Aufnahme zu finden sein :). Mit der rechten Maustaste anklicken und "Ziel speichern unter" anwählen (oder so ähnlich, hängt vom Browser ab, den Du nutzt).

ciao

JM